Fast alle Menschen kommen im Laufe ihres Heranwachsens mit Rauschmitteln (Suchtmitteln) legaler oder illegaler, stofflicher oder nicht-stofflicher Art in Verbindung. Die meisten können den Versuchungen widerstehen oder lernen einen kontrollierten Umgang mit diesen Dingen. Manche jedoch geraten in den Sog der Abhängigkeit und sind bereits mit jungen Jahren durch den Konsum beeinträchtigt.

„All´ Ding ist Gift. Kein Ding ist ohn´ Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding Gift sei oder nicht." (Paracelsus)

In unserer modernen Gesellschaft der Hyperlative breitet sich auf vielen Ebenen der Verlust für das Maß der Dinge aus. Dies geschieht im Großen (steigender Energieverbrauch, dyssoziale wirtschaftliche Anarchie, Raubbau mit natürlichen Ressourcen, uvm.), wie auch im Kleinen, nur um die ständige Werbung von Kreditinstituten für Verschuldung zur sofortigen Bedürfnisbefriedigung des „Verbrauchers" als ein Beispiel zu nennen. (Allein die Reduzierung des Menschenbegriffes auf den des Verbrauchers weist deutlich auf die besondere wirtschaftliche Wertschätzung des Einzelnen hin.)

Eine Konsequenz der Maßlosigkeit ist letztendlich der Kontrollverlust und das Abgleiten in unkontrollierten Konsum jeder beliebigen Sache.

Die Motive des Konsums sind unterschiedlicher Art, so dass an dieser Stelle festzustellen ist, dass nur ein differenziertes Clearing der Gesamtsituation des Herkunftssystems zu einer fachspezifischen Beratung führen kann.

Beispiele für die Motivation zum Konsum von Rauschmitteln:

  • Neugier
  • Freundeskreis und Gruppenzwang
  • Symptom von Ko-Abhängigkeit zu einem anderen Mitglied des Systems (meist Eltern)
  • Autotherapie unangenehmer Gefühle resultierend aus Traumata, Missbrauch oder anderen seelisch belastenden Erfahrungen, deren Erinnerung mit dem Rauschmittel „behandelt" wird – ohne es wirklich zu bearbeiten.
  • Kompensation eines negativen Selbstbildes

Da ein junger (pubertierender) Mensch aus Sicht der meisten Fachleute noch keine Gelegenheit hatte aufgrund seines Lebensalters bereits eine Suchtkarriere zu durchlaufen, wird in den entsprechenden Fachkreisen vom „Experimentieren" gesprochen, was deutlich machen soll, dass in dieser Phase noch eine sehr gute Chance besteht, nicht in eine regelrechte Suchtkarriere zu verfallen.

Von daher ist es problematisch, bei jungen Menschen vorschnell die Diagnose „suchtkrank" zu äußern, da dies zu vorschneller Identifikation führen kann und damit über das Ziel der jugendlichen Experimentierphase hinausschießt.

Diese Phase soll damit nicht verharmlost – allerdings auch nicht zu hoch bewertet werden.

Wir arbeiten bei dieser Klientel nach den Strukturen der systemischen Beratung unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Fachberatung Suchtprophylaxe, wobei wir in diesem Bereich über eine über zehnjährige Erfahrung verfügen.

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